Interview mit Children of Bodom


finnbands: Nicht alle unserer Fragen sind ernste Fragen.
Henkka: Oh, das ist kein Problem.

finnbands: Bitte beschreibe deine Bandkollegen als berühmte Comic Figuren.
Henkka: Ich denke Alexi ist Donald Duck, also zumindest kommt das einem so vor. Er hat immer irgendwie Pech und er ist auch etwas schusselig.
Roope ist Goofy, weil er immer so lustig ist.
Welche andere Comic Serie könnte ich noch nehmen? Donald Duck ist die einzige an die ich mich noch richtig erinnern kann, also bleib ich dabei.
Ich denke Jaska ist Dagobert Duck weil er sehr gut mit Geld umgehen kann.
Janne ist Dagoberts Cousin!

finnbands: Habt ihr schon neues Material für das nächste Album?
Henkka: Ja, wir haben schon fünf Songs fertig.

finnbands: Gibt es auch schon ein Datum, wann ihr ins Studio geht?
Henkka: Ja, im Oktober.

finnbands: Ist das neue Material unterschiedlich von 'Are you dead yet?' ?
Henkka: Nein. Ich denke es ist ähnlich. Nun ja, für mich. Es ist so, dass es mir jedes Mal, wenn wir etwas Neues gemacht haben, nicht so vorkam als wäre es anderes. Aber für außenstehende Hörer kam das natürlich unterschiedlich rüber.

finnbands: Habt ihr mal darüber nachgedacht, mit anderen Künstlern gemeinsam was für eure Alben aufzunehmen?
Henkka: Nein. Das kam niemals in Frage. Manche von unseren Leuten haben mit Projekten anderer Künstler zusammen gearbeitet, aber wir haben noch nie darüber nachgedacht, andere Leute in unsere Musik mit einzubinden. Mit Ausnahme von Produzenten, die waren schon mit eingebunden, aber andere Musiker nicht. Ich kann dir nicht sagen warum. Eigentlich gibt es dafür keinen Grund. Ich denke, vielleicht wollen wir es einfach uns selbst überlassen.

finnbands: Ihr habt Material zu 'Viva la Bands 2' beigesteuert. Wie lief das, kam Bam einfach auf euch zu und hat euch gefragt?
Henkka: Ja, er hat uns gefragt und wir haben gesagt ‚Na klar'. Er ist ein cooler Typ. Wir kennen ihn jetzt schon einige Jahre. Er ist ein netter Kerl und wir hatten gerade einen Song fertig und auch noch eine Woche frei. In der Woche sind wir ins Studio gegangen und haben den Song aufgenommen. Es war sehr einfach.

finnbands: Wer geht dir beim Touren am meisten auf die Nerven?
Henkka: Eigentlich jeder so ein bisschen. Das ist so wie mit einer Familie. Das sind einige Dinge, die einem auf die Nerven gehen. Roope ist manchmal so total betrunken, dass es einem schon ein bisschen nervt. aber normalerweise schon auf eine lustig Art und Weise. Ich denke das ist das Negativste, aber das ist kein großes Ding. Es ist nur einfach sehr, sehr lustig.

finnbands: Habt ihr auf Tour schon so eine Art Kulturschock erlebt oder was war der größte Kulturschock?
Henkka: Normalerweise auf eine positive Art. Aber da gibt es eine Sache, die wir immer etwas seltsam finden. Diese Toiletten in Süd-Europa, wo du keine Sitz hast sondern nur ein Loch im Boden.

finnbands: Und was ist mir dem japanischen Publikum, sind die so anderes als das Publikum in Europa?
Henkka: Die Japaner sind immer so höflich. Normalerweise sprechen sie nicht viel Englisch, geben einem immer Geschenke und während der Shows sind sie immer ganz still. Wenn wir dann anfangen zu spielen, schreien sie und singen mit. Sobald aber das Lied zu Ende ist, sind sie wieder ganz still. Das ist schon ein wenig seltsam, aber auch gut. Es ist immer gut, auch unterschiedliches Publikum zu haben.

finnbands: Meine Freundin war auf einen Konzert in Hamburg und da war ein kleiner Bildschirm auf der Bühne, auf dem ein Porno lief...
Henkka: Oh. (Stille) Na klar. (fäng an zu lachen) Das sind so lustige Sachen die unsere Crew macht. Wir haben Crew auf beiden Seiten der Bühne und die spielen sich dann gegenseitig immer streiche. Einer von denen hatte diesen Laptop, wo alles möglich an albernen Sachen drauf war. Wir konnten das nicht sehen, aber die anderen Leute von der Crew haben das schon gesehen und hatten ihren Spaß. Wir wussten das nicht. Das hat man uns erst später erzählt.

finnbands: Wo siehst du dich selbst in zehn Jahren?
Henkka: Ich hoffe, dass ich das noch immer machen kann und genauso viel Spaß wie im Moment habe, aber das ist schwer zu sagen.
finnbands: Aber du studierst noch?
Henkka: Ja, ich studiere noch. Ich werde es wohl hoffentlich bis dahin geschafft haben, meinen Abschluss zu machen. Aber ich hoffe inständig, dass ich immer noch das Gleiche mache wie jetzt und noch immer so viel Spaß bei der Sache habe wie jetzt.

finnbands: Wo machst du am liebsten Urlaub? Mehr so hier in Finnland oder lieber im Ausland?
Henkka: Ich mag Finnland besonders im Sommer. Im Winter fahr ich lieber wohin, wo es warm ist. Zum Beispiel nach Süd-Ost Asien. Nächsten Winter würde ich gerne für vier Wochen nach Mexico. Finnland ist wunderbar im Sommer und natürlich kann man im Winter auch ganz toll Skilaufen gehen.

finnbands: Wenn du in der Zeit zurückreisen könntest in welche Zeit bzw. zu welchem Ereignis würdest dich versetzen lassen?
Henkka: Hmmm (lange Pause, denkt nach) Das ist eine schwierige Frage. Wahrscheinlich wäre ich mit Christofer Columbus gefahren und hätte Indien entdeckt, wie er dachte. Was sich dann ja später als America entpuppte. Ich würde gerne einmal sehen, wie es dort ausgesehen hat, als noch alles unberührt war. Keine großen Städte, keine Autos, nichts von alle dem, denn es ist ein wunderschönes Land.

finnbands: Was war deiner Meinung nach die größte Erfindung die jemals gemacht wurde?
Henkka: Alles geht... Ich würde sagen Musik, aber das is zu offensichtlich. (Lacht) Das ist ziemlich schwer. Natürlich könnte man jetzt eine dieser normalen Dinge wie Feuer nehmen, das war schon wichtig. Aber ich denke die letzte große Erfindung war das Internet, denn das betrifft heutzutage fast jeden. Das ist eine großartige Erfindung.

finnbands: Wer waren deine Helden der Kindheit?
Henkka: Diego Maradonna, Dave Mustaine. Ich war ein riesiger Megadeth-Fan, als ich klein war, aber ich verfolge heute nicht mehr, was die machen. Und dann waren da natürlich Slayer. Wegen denen hab ich angefangen zu spielen.

finnbands: Wie kamst du dann zur Musik?
Henkka: Ich hab mir halt gute Musik angehört und gedacht, ich könnte es mal selbst probieren. Da waren ein paar Typen bei mir an der Schule und wir haben angefangen rum zu jammen. Später haben wir auch ne Band gegründet und dann haben mich diese Typen (Children of Bodom) gefragt, ob ich nicht in ihrer Band spielen will.

finnbands: Hast du als Kind lieber mit Stofftieren oder mit anderen Dingen gespielt?
Henkka: Ich hab mit diesen kleinen Figuren wie Soldaten, Transformers, G.I. Jones, HeMan und solchen Dingen gespielt.

finnbands: Welche Meinung hast du zu Groupies?
Henkka: Ich weiß nicht. Was ist ein Groupie?
finnbands: Diese Art von Mädels die verzweifelt versuchen, Backstage zu kommen?
Henkka: Wir kennen jede Menge Mädels die immer in den VIP-Areas rumhängen. Ich habe aber noch nicht so viele Groupies gesehen. Ich meine, wenn das Groupies sind, dann ist das schon ein wenig nervig und auch nicht sonderlich attraktiv. Es ist nicht besonders toll wenn jemand alles versucht, um Backstage zu kommen.
finnbands: Fast so wie Stalking...
Henkka: Damit haben wir noch keine Erfahrung gemacht. Wir kennen jede Menge Mädels und wir hängen auch mit ihnen ab und die sind zum Teil auch gute Freunde von uns, aber ich würde sie nicht Groupies nennen, eher Freunde.

finnbands: Vielen Dank für das Interview.


cobhc.com

29.06.2007
Interview by Sonia © finnbands.com

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