Sonata Arctica - Unia

Nuclear Blast
25. Mai 2007

1. In Black And White
8. Paid In Full
16. For the Snake Of Revenge
23. It Won't Fade
33. Under Your Tree
42. Caleb
52. The Vice
60. My Dream's But A Drop Of Fuel For A Nightmare
70. The Harvest
78. The Worlds Forgotten, The Words Forbidden
84. Fly With The Black Swan
93. Good Enough Is Good Enough

Unia beginnt in bekannter Sonata Arctica Manier mit Keyboards und starken Gitarrenriffs, bevor die melodischen Vocals mit tiefsinnigen Lyrics einsetzen.
Und natürlich dürfen bereits bei "In Black And White" die Instrumentalsoli nicht fehlen. Sowohl metallische Parts als auch ruhigere Töne werden in dem Stück eingebracht und wechseln mit einem Gefühlsspiel von Depression und Rache(gelüsten).
Mit "Paid In Full" folgt die erste Singleauskopplung gleich als zweiter Track. Wesentlich melodischer als sein Vorgänger, ein absoluter Sonata Arctica Klassiker in Form des bekannten Anti Hero Metals mit der Gefahr, sich zu verlieben - und der Erkenntnis zu lernen, sich selbst zu lieben.
Die Lyrics von "For the Snake Of Revenge" werden wesentlich langsamer vorgetragen, als bisher von diesem Album bekannt und auch die Melodie verliert an Tempo, jedoch nicht an Härte. Besonders im Refrain ein wunderschöner Song.
"It Won't Fade" beginnt sehr ruhig, bis aufeinander schlagende Drumsticks die Power einsetzen lassen. Drums, Gitarren, Keyboard und letztendlich die Vocals. Zeilen wie "There's no such mercy" werden fast ausgespuckt. Allerdings wird bei der Zeile "A lot of things are changing" wieder sanfter intoniert, was in beiden Fällen die Hintergründe der Lyrics gut unterstreicht. Und immer wieder Janis Gitarrensoli, in die man einfach nur versinken kann.
Auch "Under The Tree" beginnt mit sanften Tönen und kehrt die ruhige Seite der Band hervor. Selbstverständlich darf auch auf "Unia" eine Ballade nicht fehlen. Nur warum müssen diese einem immer die Augen feucht werden lassen?
"Caleb" wird eingeleitet von einer Frauenstimme, ähnlich der Erzählung der Vorgeschichte bis die Instrumente einsetzen. Die Melodie ist schneller, bald lustiger als die des Vorgängers. Im Gegensatz dazu verlieren die Lyrics jedoch nicht ihre Traurigkeit, stehen aber auch mit der Fröhlichkeit im Widerspruch. Mit Einsetzen des Chors setzt auch eine spürbare Aggressivität ein, die durch einen längeren Instrumentalpart abgerundet wird.
Harte Gitarren und unverkennbare Keyboardlines leiten "The Vice" ein, untermalt von schnellem, auf das erste Hören fröhlich klingendem Gesang, wobei die Lyrics auch hier wieder keine Gute Laune ausdrücken.
"My Dream's But A Drop Of Fuel For A Nightmare" ist eine weitere Ballade, jedenfalls was den Beginn betrifft, bis eine Umkehr in einen diesmal wirklich lustigen Song folgt, der wieder ein einen balladigen Teil übergeht, wobei mir die Gesangslinien ein wenig an Melodie zu wünschen übrig lassen, denn teilweise ist ein deutlicher Sprechgesang - Charakter spürbar. Dennoch wird das Ende des Songs heiter herübergebracht, wenn alle Träume vergangen sind, um wieder von düsteren Streichern abgeschlossen zu werden.
Gleich darauf bricht "The Harvest" mit seinem harten Sound über einen herein. Wieder sind die Gesangslinien in den Strophen nicht melodisch, dafür macht Toni im Refrain von seinen Qualitäten umso mehr Gebrauch.
"The Worlds Forgotten, The Words Forbidden" klingt fremd und ich habe Probleme, den typischen Sonata Arctica Sound zu erkennen. Es ist so etwas wie ein Fremdkörper auf Unia, der mir derzeit nicht wirklich gefällt. Aber auch das kann ja noch kommen und macht den positiven Gesamteindruck nicht schlechter. Außerdem ist das Stück recht kurz, bevor "Fly With The Black Swan" mit Jani's Gitarrensound wieder einsetzt.
"Good Enough Is Good Enough" als letzter Song beschreibt mit seinem Titel das Album in seiner Einheit. Es ist nicht nur gut genug, es ist gut! Ein melancholischer Song zum Abschluss, aber auch andere Momente in der Mischung.
Toni ist "the summer in your heart", Unia ist ein unbedingtes "Must have" dieses Sommers - was auch im Herbst und Winter nicht aus der Mode kommen wird. Dies sagt ein bekennender Sonata Arctica Fan - aber auch für andere Freunde des Melodic Metal sollte die Anschaffung unbedingt erwogen werden!

Und wieder weiß der Hörer nicht, ob es sich um Lovesongs handelt, oder ob etwas ganz anderes besungen wird, was sich zwischen den Zeilen versteckt. Aber genau das macht den Reiz aus - dass das Offensichtliche nicht immer das Tatsächliche ist.

www.sonataarctica.info

Juni 2007
Niina © finnbands.com

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