Jann Wilde & Rose Avenue - Tokio Okei

Hype Records
21. Februar 2007 (Finnlandrelease)

"If songs could kill this one's for you"

1. Tokio Okei
2. Boys out of New York
3. A fine day for Revolution
4. Every Heartbeat
5. Lover Lover Lover
6. Days of Delirium

7. Mr. Wilde
8. Metropolis
9. Soft is Selling
10. Nothing but the Sky
11. Suicide Radio
12. Song for those who

Schon bei der Überschrift hielt ich den Titel "Tokio Okei" für eine nicht wirklich glückliche Wahl, neigt man doch zu Verwechselungen mit einer bekannten deutschen Band ähnlichen Namens.
Dennoch gewöhnt man sich schnell an die Betitelung und Fans wissen, dass die CD nach dem ersten Song benannt ist, welcher langsam zu einer Reise von Tokio zu den New Yorker Jungs entführt.
"Boys out of New York" war die erste Singelauskopplung noch vor der Veröffentlichung des Debutalbums, die wohl alle Erwartungen übertraf und reißenden Absatz fand. Und das nicht ohne Grund, denn die Melodie bleibt einem im Kopf und verlangt danach, wieder und wieder gehört zu werden.
Die eingängigen Melodien ziehen sich durch das gesamte Album und lassen es zwischenzeitlich etwas langweilig erscheinen. Vielleicht klingelt deshalb auch am Ende von "A fine day for Revolution" ein schriller Wecker, der einem fast in den Ohren weh tut.
Mit "Every Heartbeat" wird der Sound gitarrenbetonter, aber die sich immer wieder wiederholenden Lyrics geben einen Vorgeschmack auf "Lover Lover Lover", dessen Text sich tatsächlich auf drei Zeilen beschränken, die sich 2:32 Minuten aneinander reihen. Der Moment ist gekommen, das ich mir den Song nicht zu Ende anhören mag.
Mit "Days of Delirium" folgt endlich wieder ein bisschen Abwechselung. Es ist eigentlich ein Wendepunkt im Album, denn ab hier geht es für mich aufwärts und es macht mehr Spaß, die CD zu hören. Auch wenn man weiterhin keine großartigen Lyrics erwarten sollte.

"Mr Wilde" ist möglicherweise die Geschichte des Mr Wilde, eines Mädchens und einer Party, vielleicht ist es aber auch nur ein Song, der zweite gute neben "BOONY" im Übrigen.
"Metropolis" verfällt wieder ein wenig in die Monotonie der ersten Albumhälfte. Nicht dass "Soft is Selling" unheimlich innovativ wäre, dennoch ist es etwas Anderes, ein Song, der einen wieder hochreißt und zum Schmunzeln bringt, ein Song, den man sich gerne noch ein oder zwei oder mehrmals anhört.
"Suicide Radio" ist für mich der Grund, das Album auch ein drittes Mal zu hören und mein absoluter Favorit (das mit den Lyrics lassen wir mal) ... "If songs could kill this one's for you ... and me!"
Mit "Song for those who" wird das Tempo wieder langsamer, ein ruhigerer Song, der im Zusammenhang mit dem Titeltrack "Tokio Okei" den Kreis schließt.

Fazit: Für Fans sicher ein Muss, für alle anderen ganz nett und gut zum Nebenbei hören. Dennoch denke ich, dass Jann Wilde & Rose Avenue besser live als aus der Konserve ankommen.

jwra.net
jwra-band.de

Februar 2007
Niina © finnbands.com

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