Feiled - Testify

Poko Rekords
7. März 2007 / Finnlandrelease

1. Requiem
2. Again
3. Delirium Clouds
4. Invincible
5. Lycantrophy
6. Last Hope Motel
7. Just Like Heaven
8. Purgatory
9. Breaking Point
10. Beautiful True

Als ich Feileds neue CD "Testify" gestern zum ersten Mal in den CD Player schmiss, ging ich mit ein wenig gemischten Gefühlen an die Sache heran. Vom Vorgänger "Midnight Poems" hatte ich so viel Gutes gehört und war sehr enttäuscht, als ich das Stück endlich mein Eigen nennen konnte.
Nun sagte mir ein Freund, der aus verschiedenen Gründen die CD schon vor längerer Zeit hören durfte, dass Diese viel besser sein sollte als ihr Vorgänger.
Und ich muss sagen, dass ich nach dem ersten Durchlauf sehr begeistert war und sogleich ein Zweiter folgte.
Die ersten Töne von "Requiem" sind ... ein wenig gewöhnungsbedürftig, bis nach einigen Sekunden ein grooviger Sound beginnt, der einem sofort ins Ohr geht und einen mitreißt.
Mit "Again" folgt gleich der zweite Kracher des Albums mit ähnlich schwungvollem Sound, bei dem es gelegentlich schwer fällt, still zu sitzen.
"Delirium Clouds" kehrt die melancholische Seite von Feiled hervor, die Fröhlichkeit weicht, es wird ruhiger - was aber keinesfalls schlechter heißen soll.
"Invincible" beginnt mit einem kleinen Drumsolo, welches an sich nichts Besonderes ist, aber eine gute Einleitung in den Song abgibt, von einer Gitarre unterstützt wird und mit dem einsetzenden Gesang in einer bald hymnenhaften Ballade endet.
Mit der Singleauskopplung "Lycantrophy" wird es wieder schneller und auch härter. Keine schlechte Wahl als Vorabsingle, denn es spiegelt die freudig - melancholische Stimmung auf dem Album recht gut wieder.
"Last Hope Motel" wird von einer beruhigenden Keyboardmelodie eingeleitet, die sich durch den gesamten Song zieht. Ich bin eigentlich eine Person, die sich immer wieder aufs neue in Balladen verliebt, nur meistens dauert das seine Zeit. Also gebe ich diesem Song noch eine Weile, denn bisher ist er eher langweilig.
Das The Cure Cover "Just like Heaven" bringt dafür neuen Schwung. The Cure waren toll - und dieses Cover ist es auch!
Mit "Purgatory" folgt eine weitere Ballade. Einfach mal die Augen zumachen, zurück lehnen und genießen, vor allem das Gitarrensolo etwa in der Mitte des Songs.
Als neunter und drittletzter Song erklingt endlich der Titeltrack "Testify". Wieder ein sehr melodischer und leicht zugänglicher Song, den man sich gut auch mehrmals anhören kann.
"Breaking Point" beginnt mit einer gesanglichen Einleitung, wechselt über in einen Instrumentalteil um wieder einen Gesangspart überzugehen und mit fortnehmender Songdauer schneller und schneller zu werden.
"Beautiful True" ist eine weitere Ballade, nur Keyboard, Gitarre und Gesang, bis in der zweiten Hälfte das Schlagzeug einsetzt und der Song an Geschwindigkeit zunimmt.

Gesamt gesehen fängt "Testify" schwungvoller an, als sie endet, besticht aber durch ihre Vielfalt und ihren Abwechslungsreichtum. Eine CD, die bestens zum einfach mal nebenbei Hören genauso geeignet ist, wie ein Teil der Songs zum Zurücklehnen und Entspannen und der andere Teil zum Abfeiern einläd. Und sie wird mit jedem Mal Hören besser!

feiled.com

6. März 2007
Niina © finnbands.com

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