Northern Kings - Reborn

Warner Music Finland
31. Oktober 2007


1. Donīt stop believin` (Journey)
2. We donīt need another hero (Tina Turner)
3. Broken wings (Mr. Mister)
4. Rebel yell (Billy Idol)
5. Ashes to ashes (David Bowie)
6. Fallen on hard times (Jethro Tull)
7. I just died in your arms (Cutting Crew)
8. Sledgehammer (Peter Gabriel)
9. Donīt bring me down (Electric Light Orchestra)
10. In the air tonight (Phil Collins)
11. Creep (Radiohead)
12. Hello (Lionel Richie)
13. Brothers in arms (Dire Straits)



Worte wie "eindrucksvoll", "herausragend gut" und "imposant" beschreiben das Album Reborn der Nothern Kings wohl am besten.
Im Zuge ihres Projektes haben es sich die vier finnischen Frontmänner Marco Hietala (Tarot, Nightwish), Tony Kakko (Sonata Arctica), JP Leppäluoto (Charon) und J. Ahola (Teräsbetoni) zur Aufgabe gemacht, erfolgreiche Charterfolge der 80er Jahre nach einer vorherigen Umarbeitung in Stil und Arrangement als Symphonic / Melodic Metal- Versionen neu einzuspielen.

Am spannendsten ist die Platte wahrscheinlich im direkten Vergleich von Original und Cover, offenbart sich dem Hörer das tatsächliche Ausmaß der Überarbeitung doch erst dann in seinem vollen Spektrum.
Die CD beginnt mit einem düsteren Intro, welches in einen Pianopart übergeht und so den Auftakt zum ersten Coversong "Donīt stop believin`" bildet.
"Sledgehammer" besticht durch seine Riffs am Anfang, während "Rebel Yell" durch den Einsatz einer Orgel ungemein gothic-lastig und düster daher kommt. Wunderschön durch Streicher untermalt, ist "I just died in your arms" eines der ruhigeren Lieder der Playlist und "Hello" in meinen Augen eines der Überraschendsten. Das wohl interessanteste Arrangement bietet das "Creep"-Cover, wirft diese Version durch ihre Interpretation doch ein ganz neues, bedrückend-schauriges Licht auf den Radiohead-Song. Als herausragend sei auch das Dire Straits-Cover "Brothers in arms" zu nennen, sowie die erste Singleauskopplung und Neuauflage von Tina Turner`s "We donīt need another hero".
Letztlich ist jedes Lied gelungen und durch die Unterschiedlichkeit der gewählten Titel, lässt sich ein klarer Favorit unmöglich ausmachen. Fakt ist jedoch: das Album bietet allein durch seine vier unterschiedlichen Sänger bereits eine so ungemeine Vielseitigkeit, dass jedes Lied eine neue Überraschung in sich birgt.
Jeder Song des Albums weist eine enorme Eigenständigkeit auf und erst durch das orchestrale und ungeahnt imposante Arrangement wird ein Zusammenhang zwischen den einzelnen, doch so unterschiedlichen Titeln erschaffen - was das Album zu einem Gesamtkunstwerk werden lässt.

Durch den Bekanntheitsgrad der einzelnen Songs ist ein schnelles Mitsingen garantiert und überhaupt sollte Reborn in keinem Plattenregal fehlen, verhilft es doch den uns nur allzu bekannten Songs auf seine ganz eigene Weise zu ein klein wenig mehr Unsterblichkeit.
Glücklicher Weise bieten die 80er noch unzählige weitere Hits, somit dürfte einem zweiten Album doch eigentlich nichts im Wege stehen…oder?


northernkings.com

November 2007
anna Đ finnbands.com

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