Lovex - Divine Insanity

Special Edition, CD 1

EMI Finland / Sony BMG Deutschland
(VÖ Deutschland: 16. Februar 2007)

1. Bullet for the Pain
2. Guardian Angel
3. Oh how the mighty fall
4. Remorse
5. Bleeding
6. Wounds
7. Die a little more
8. On the sidelines
9. Halfway
10. Divine Insanity
11. Sleeptight

Da wir vor rund einem Jahr noch keine Reviews geschrieben haben, wollen wir das Deutschland Release von Lovex's Debut Album "Divine Insanity" zum Anlass nehmen, genau diese CD doch noch zu rezensieren.
Die deutsche Version enthält mit "Anymore Anymore" einen bisher unveröffentlichten Song und mit "Shout" ein Stück, welches zuvor als B Seite der "Remorse" Single, aber nicht auf der originalen Divine Insanity veröffentlicht war.
Nun überließ uns Sony BMG aber nicht die deutsche Version, sondern CD1 der finnischen Special Edition. (Meiner Meinung nach übrigens Geldschneiderei, innerhalb eines Jahres drei verschiedene Versionen von ein und derselben CD auf den Markt zu bringen.)
Da die Divine Insanity in dieser Version bereits seit etwa dem 2. März 2006 nicht nur in meinem CD Regal steht, sondern auch des Öfteren gespielt wird, wird diese Review wohl ein wenig anders ausfallen.
Als mich die extra aus Finnland importierte CD damals endlich erreichte, war ich zugegebener Maßen im ersten Moment enttäuscht von der Scheibe, die mir doch diverse Umstände bereitete, bis ich sie endlich in den Händen hatte.
Kurzfristig wanderte die CD nach ein- oder zweimaligem Hören ins Regal, fand sich jedoch aus unerklärlichen Gründen, aber glücklicherweise schnell in meinem Auto wieder. Wie auch immer sie dorthin gelangt war. Aber CDs, die in meinem Auto sind, kommen dort wirklich ins Rotieren. Sie muss also gut sein, sonst wäre sie umgehend doch wieder heraus geflogen.

Opener "Bullet for the Pain" ist ein richtiger Kracher, der davon überzeugt, dass sowohl Sammy Black als auch Vivian Sin'amour mit ihren Gitarren umgehen können, was von eingängigen Keyboardlines unterstrichen wird.
"Guardian Angel" wird nun seit einiger Zeit auf einschlägigen Handyklingelton-Sendern rauf- und runtergespielt und sollte daher bekannt sein. Auch befindet sich die dazugehörige Singleauskopplung bereits seit letztem Monat in sämtlichen Plattenläden. Dieser Engel beschützt einen in den Tiefen, die das Album mit sich bringt!
Mit "Oh how the Mighty Fall" wird es anfangs, durch ein Keyboardsolo und Theons Vocals eingeleitet, erst ruhiger und ein wenig melancholisch, bevor nach dem Refrain kurz die Gitarren und Drums einsetzen, was aber nicht über die Melancholie hinwegtäuschen kann.
Mit "Remorse" wird es noch melancholischer, was sich wieder einmal nicht nur in der Melodie, sondern auch in den Lyrics ausdrückt. Ein rockender Intrumentalteil leitet die Wende in den Lyrics ein und zeigt ein Licht hinter dem Schatten auf.
"Bleeding" war die erste Single, lange vor dem Album und ist vom Sound her sehr vergleichbar mit "Guardian Angel".
Vielleicht spiegelt sich in dieser Ähnlichkeit meine anfängliche Enttäuschung in dem Album wieder. Ich mochte beide Songs und hatte etwas erwartet, was diesen beiden Songs ähnlich ist. Mittlerweile habe ich die Melancholie, die sich durch das gesamte Album zieht, ins Herz geschlossen und bin sehr froh, dass sich die 80er-Rock-Keyboardlines aus Bleeding nicht durch das gesamte Album ziehen, sondern von finnischer Düsternis abgewechselt werden.
Auch "Wounds" ist ein sehr Keyboard betonter Song, in dem aber auch die Gitarren zu ihren Recht kommen.
"Die a little more" ist mein absoluter Favorit auf der CD, von Beginn an und auch heute noch. Wobei ich dennoch gestehen muss, dass mir die Lyrics des Demos "Lovex Story" besser gefallen haben. Nun stellt sich eben doch die Frage, ob es am Ende kein Licht geben wird.
Mit "On the Sidelines" wir es wieder ruhiger und trotz all der Hoffnungslosigkeit bekommt die Hoffnung doch wieder eine Chance.
"Halfway" ist ein völlig anderer Song als alle davor. Theon beginnt eingeleitet von sanften Drums mit einer Art Sprechgesang, das typische Lovex Intro mit viel Keyboards entfällt, dafür werden die Gitarren mehr in den Vordergrund gerückt, was auf alle Songs bezogen doch das eine oder andere Mal öfter wünschenswert wäre.
Der Titeltrack "Divine Insanity" folgt fast als Abschluss des Album.
"Divine Insanity, sweetness in brutality, chaos in the cradle of lost reality, - how it all could be, how it all should be"
- vielleicht lässt sich so wirklich in einer Zeile das Gesamtthema des Silberlings beschrieben.
Mit dem Accousticstück "Sleeptight" - nur Theon mit einer Gitarre - endet die CD. Neuerdings bieten viele Bands auf ihren CD etwa einminütige Stücke als Intro. Lovex bieten hier ein Outtro…
"Forget all your worries, remorse and insanity, just close your eyes, and sleep tight"
Und am Ende wird alles wieder gut!


lovex-music.de

9. Februar 2007
Niina © finnbands.com

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