Nightwish - Dark Passion Play
Nuclear Blast / Warner
28. September 2007
Poet and the Pendulum
Bye Bye Beautiful
Amaranth
Cadence of Her Last Breath
Master Passion Greed
Eva
Sahara
Whoever Brings the Night
For the Heart I Once Had
Islander
Last of the Wilds
7 Days to the Wolves
Meadows of Heaven
Nachdem die neue Sängerin Anette Olzon bekanntgegeben wurde, war ich natürlich sehr gespannt, wie und ob sie an das anknüpfen kann, was Tarja Turunen in ihren neun Jahren Bandzugehörigkeit aufgebaut und vorgelegt hatte. Aber noch gespannter war ich darauf, wie sie wohl klingen würde.
Dementsprechend neugierig war ich auch, als ich die neue Nightwish CD „Dark Passion Play“ endlich in den Händen hielt. Sofort in den CD-Player damit und die Play-Taste gedrückt, lauschte ich interessiert. Komischerweise fing ich mit dem 2. Song an (muss wohl auf die Shuffle-Taste gekommen sein), aber das bemerkte ich erst viel später und ich glaube, es war auch gut so. Das Album fing also viel ruhiger an als sonst, nicht so hart. Anettes Stimme klingt nicht so klassisch wie Tarjas Stimme war, sondern eher poppiger, aber dennoch schön. „Bye Bye Beautiful“ war ein wenig eingängig, hat aber einen super Ohrwurmeffekt. „Amaranth“ hingegen war wieder im alten Nightwish-Stil mit dem klassischen Touch, kombiniert mit Marcos harten Gesang und den typischen Metal-Gitarren Riffs. Ähnlich wie das Lied „Master Passion Greed“, außer, dass der weibliche Gesang nicht so herausragt, sondern eher im Hintergrund ist. Danach kam „The Islander“, ein Song, der sich wegen der Melodie und dem Gesang nach schottischer (oder irischer) Musik oder mittelalterlicher Musik anhört.
„For the heart I once had“ erinnert mich beim Intro an Zeraphine. Dieses Lied strotzt nur so voller Sehnsucht und gebrochenem Herzen, aber auch Hoffnung und wird garantiert mein Lieblingslied auf dem Album. „Eva“ hört sich wieder sehr traurig und düster an: stiller, klarer Gesang hauptsächlich von Piano begleitet, ein Glockenspiel und Orchester sind auch im Hintergrund zu hören, sowie ein Chor gegen Mitte des Songs. „Cadence of her last breath“ ist ein Lied, welches ein Gefühl von Unbehagen in mir weckt und vor meinem inneren Auge eine junge Frau durch einen dunklen Wald rennen lässt. „Whoever brings the night“ ist wiederum härter und hat die typischen Nightwish Riffs und Beats, der Gesang erinnert mich an Sandra Nasic von Guano Apes.
„7 days to the wolves“ hingegen hört sich anfangs an wie ein Soundtrack zu einer tragischen Kampfszene an. Dennoch ein schöner melodischer Song, dessen Lyrics man sich sehr schnell einprägt. Der Song „Last of the wilds“ enthält viele Gitarrensoli und erfreut bestimmt jeden Fan. „Meadows of heaven“ hat wundervolle Pianoparts und ist eine tolle Ballade, so ruhig und melancholisch, voll von Traurigkeit und Kummer. Gegen Ende des Liedes singt im Hintergrund ein Kirchenchor, der dem Stück die Tiefe gibt, welche den Ausdruck des Liedes noch einmal verstärkt. „Sahara“ hört sich nach einem Warrior-Song oder Marching Song an, beginnend mit einem relativ langen Instrumental-Intro.
Mein letztes Lied, aber eigentlich das erste auf dem Album, „The Poet and the Pendulum“, ist wieder typisches Nightwish mit sehr harten Riffs. Es beginnt wie ein Piratenfilm Soundtrack, geht allerdings nach ca 2 Minuten über in einen „normalen“ Song, zwischendurch dann Kinderchöre und Orchester, dann wieder harte Gitarren und so weiter. Untypisch für einen Opener ist allerdings: dieser Song ist fast 14 Minuten lang! Es ähnelt stark einem Medley und ich denke die Band wollte damit ihre komplette Bandgeschichte in einen Song packen, denn so hört es sich an. Der Abschluss einer vergangenen Ära, aber der Beginn einer Neuen. Mal sehen, was diese alles bringen wird.
Mein Fazit zum neuen Nightwish Album:
Dark Passion Play ist meiner Meinung nach ein sehr passender Titel, weil es den Inhalt der Songs sehr gut zusammenfasst: wenn man die CD hört bekommt man das Gefühl, alleine in der Dunkelheit zu sein und man vermisst die Menschen, die einem sehr viel bedeuten. Außerdem finde ich dieses Nightwish Release sehr viel weicher und melancholischer als die Alten, es hat aber immer noch genügend Lieder drauf, die den typischen Nightwish Metal-Sound enthalten, also keine Sorge, Nightwish werden ihrem Stil keineswegs untreu. Ich mag das Album und ich bin mir sicher, ihr werdet es auch mögen. Also: ab zum Plattenhändler eures Vertrauens!!
nightwish.com
6. September 2007
Nina © finnbands.com