Negative - Anorectic
GB fam / Roadrunner Records
September 2006
"Ein Appetitzügler, der Appetit auf mehr macht!"
1. Arrival
2. Glory of the Shame
3. Reflections
4. One Last Shot
5. Finding Yourself
6. Planet of the Sun
7. A Song for the Broken Hearted
8. Sinners Night / Misty Morning
9. Swans
10. Stop F*cking Around
11. Embracing Past
12. We can't go on
13. In Memorian (Immortal Peace)
Nach einem leisen Intro, rockt "Anorectic" in alter Negative Manie mit "Glory of the Shame" los, einem Song, den die sechs Jungs aus Tampere bereits auf diveren Festivalauftritten in diesem Sommer ausprobierten.
"Reflections" ist einer der ruhigeren Negavite Songs, aber dennoch gitarrenbetont. "One Last Shot" ist sehr melodisch und ein wenig elektronisch, bevor wieder die typischen Negative Gitarren für den Refrain einsetzten, gesamt gesehen trifft es nicht so meinen Geschmack und verleitet das eine oder andere Mal, vielleicht auch Aufgrund seiner Länge, zum nächsten Song zu skippen.
Und hat man sich endlich dazu entschlossen, findet man die Belohung in "Finding Yourself", eher ein klassischer Negative Song im Stil von "Was of Love", der viel zu schnell endet und an den sich "Planet of the Sun" anschließt. Als Myspace User hängt mir der Song bereits ein wenig zu den Ohren heraus, zu oft gehört in zu kurzer Zeit und nichts, was mich noch vom Hocker reizen würde. Deshalb skippe ich nun wirklich.
"A Song for the Broken Hearted" ist eine Ballade, ruhig und schön, verleitet eindeutig zum Zurücklehen und Augenschließen. "Sinners Night / Misty Morning" weckt mich wieder auf, reizt mich aber auch nicht genug, bis zum Ende durchzuhalten.
Die Keys in "Swans" erinnern ich gelegentlich an James Bond.
"Stop F*cking Around" ist definitiv wieder ein Song, der sofort ins Ohr geht, zum hinhören verleitet und auch, zum gleich noch einmal hören, und noch einmal und noch einmal und noch einmal! Also, warum aufhören? Weitermachen!
"Embracing Past" ist die nächste Ballade, die einen ein bisschen herunterholt, dabei aber keineswegs langweilig ist! Melodiös und eingänglich, einfach schön.
"We can't go on" ist sehr typisch Negative, nichts was einem auffällt, man denkt eher, das habe ich schon oft gehört.
"In Memorian (Immortal Peace)" startet sehr ruhig, eher akkustisch, der Refrain präsentiert sich doch in alter Negativemanier. Herausgehobene Gitarrensoli stellen jedoch teilweise den Gesang etwas in den Hintergrund. Die "künstlerische Pause", nach über vier Minuten irritiert etwas, vor allem weil ihr ein Gemisch aus Vogelgezwitscher, Babygeschrei, Hundegebell, Zahnarztbohrer und beängstigendem Lachen folgt. Auch wenn ich den Sinn dieses Endes noch nicht herausfand, Alles in Allem nicht mein Favourit aus Anorectic - aber trotzdem hörenswert.
Gesamt gesehen das beste Negative Album bisher und nicht nur ein Soll für eingefleischte Fans!
negative.fi
September 2006
Niina © finnbands.com