Interview mit Carmen Gray


Über Lederhosen, Karaoke, Schwedisch Deutsche Missverständnisse und wie man seine Songs auf ungewöhnliche Weise im Radio unterbringen kann


Wir trafen uns mit Nikke und Lappe zu so etwas wie einem Frühstück an einem verschneiten Samstag morgen mehr oder weniger vor dem Aufstehen - zumindest vor dem Aufwachen - auf Kaffee, Tee und Bier in der Helsinkier Innenstadt zu einem gemütlichen Pläuschchen.

finnbands: "Carmen Gray ist so viel mehr als ein Name oder eine Band." - Was für eine Art Lebensstil ist Carmen Gray?
Lappe: Ich weiß nicht. Nikke und ich waren bereits Freunde, lange bevor es Carmen Gray gab. Wir gehören irgendwie zusammen. Wir sind zusammen aufgewachsen. Das macht es zu etwas Besonderem und es ist mehr als eine Band oder ein Name. Es ist eine Gruppe Kerle.
Nikke: Und Carmen Gray ist nicht nur eine Band, in der man zusammen kommt, wenn wir ein Konzert spielen oder ins Studio gehen. Wir sind die besten Freunde. Es ist also viel mehr als ein Name.

finnbands: Wie seid ihr auf den Namen Carmen Gray gekommen? Bezieht es sich auf eine bestimmte Person, gibt es eine besondere Bedeutung dahinter oder einfach so?
Lappe: Ich las das Buch "Das Bildnis des Dorian Gray".
Nikke: Sehr langweiliges Buch übrigens.
finnbands: Ja, ich habe es halb gelesen.
Nikke: Ja, ich auch!
Lappe: Ich denke, das Cover hat mich inspiriert.
Nikke: Hast du es zu Ende gelesen?
Lappe: Mit Mühe und Not, ich denke, ich ließ ein paar Seiten aus.
finnbands: Hat das Buch auch den Namen eurer ersten CD beeinflusst? (Anm.: The Picture of Carmen Gray)
Lappe: Ja! Es hört sich cool an und als wir über den Namen nachdachten, hatten wir etwa 200 Ideen, was denn der beste Name sein könnte.
Nikke: Wir nannten uns "Jerkem", so nannten wir uns seit etwa 2000?
Lappe: Yeah.
Nikke: Wir brauchten einen Namen, denn wir wollten...
Lappe: ... eine CD veröffentlichen.
Nikke: Ja, wir spielten 2000 in Wanha, nicht weit von hier und brauchten einen Namen für die Band. Wir hatten noch keinen, wir haben einfach nur so gespielt. Woher kam der Name? Von Juha? JJ?
Lappe: Sein zweiter Name oder sowas. Der ist nicht Jerkem. Wir kamen auf den Namen, nachdem wir etwa fünf Minuten nachdachten. Und er folgte uns…
Nikke: ... einige Jahre.
Lappe: Fünf Jahre. Und 2005 erreichten wir einen Punkt, wo wir einen ernsthaften Namen brauchten. Ein Name, der unsere Musik widerspiegelt und so kamen wir auf Carmen Gray.
Nikke: Gut gesagt.


finnbands: Lass uns mal über das Songwriting reden und besonders über die Lyrics: Ist das alles Fantasie oder verbergen sich dahinter wahre Gedanken und Gefühle?
Lappe: Beides, es sind wahre Geschichten aber auch Fiktion wie "A Grain of Sand". Aber es gibt immer eine Verbindung zur Realität, denn... Der Song war beispielsweise vom Fernsehprogramm beeinflusst, aber es ist Fiktion. Ich habe nicht solche Sachen, so ägyptische Sachen gesehen. Also beides... Alpträume und.... Ich denke, wenn wir älter sind oder alt genug sind, um Songs wie Bruce Springsteen zu machen, denn er sing Geschichten aus seinem eigenen Leben....
Nikke: *beginnt Bruce Springsteen zu immitieren* I got to be the king...
Lappe: Ja, so ungefähr. Über die Liebe und all das... Wahre Geschichten in den Songs.
Nikke: Sagt mal, wie gefällt euch eigentlich Lappe in Lederhosen? Ich habe ihn endlich dazu gebracht, Lederhosen zu tragen!
finnbands: *Verblüffung auf unserer Seite* Lederhosen!
Nikke: Jaaa...is a gut Lederhosn! Jaaa...

finnbands: Wie ist es für dich, Lyrics zu singen, die du nicht selbst geschrieben hast?
Nikke: Naja, ich kann das nicht. Es ist echt cool, wenn jemand in Worte fasst, was ich denke. So ist das meistens. Wenn ich seine Lyrics lese, dann reflektiere ich sie auf mein Leben. Ich interpretiere... ich weiß das Wort nicht. Sowas eben... Ich denke, das ist bei jedem so, wenn du ein Lied singst...
Lappe: Wir erklären ihm nie die Bedeutung der Worte!
Nikke: Nein, da bin ich total dagegen.
Lappe: Er singt die Songs so, wie ich es meine, denke ich. Manchmal reden wir darüber und haben die gleiche Idee. Was ist deine Idee? Was denkst du bedeutet die Geschichte? Natürlich musst du, wenn du einen Lovesong singst, ihn auf dein eigenes Leben beziehen. Was du fühlst.
Nikke: Und ich denke, das ist gut. Und wenn es ihn nicht stört, wenn ich die Geschichte ändere. Wenn er schreibt... über etwas, was ihn wirklich stört und das in Worte bringt und ich das dann anders singe... rauer, dann habe ich vielleicht die Geschichte für ihn geändert.
Lappe: Es ist so, als liest du ein Buch. Jeder sieht die Hauptcharaktere von einem anderen Standpunkt. So ist das auch, wenn du Lyrics liest. Auch wenn das Rock'N'Roll ist.
Nikke: Wenn du Karaoke singst... Singst du Karaoke?
finnbands: Nein.
Nikke: Nein?
finnbands: Ich singe nicht, weil ich's nicht kann. Damit würde ich den Leuten auf den Geist gehen.
Nikke: Oh, das sagst du jetzt nur.
Nach dem Interview gehen wir Karaoke singen!
finnbands: Ok, du singst und ich lache.
Nikke: Das ist so ein finnisches Ding *fragt Lappe* Ist es finnisch? Karaoke? Oder ist es japanisch?
finnbands: Es ist japanisch.
Nikke: Hmm...*denkt über das Karaokeding nach* ... Es gibt sogar einen Karaokesong für "Lost in my mind".
Lappe: Yeah, den gibt es.
finnbands: Echt?
Nikke: *klatscht in die Hände* Der ist echt toll! Lass uns weiter machen!

finnbands: Ihr arbeitet derzeit an eurem zweiten Album und das soll im Herbst kommen? Was haben wir von dem Album zu erwarten?
Lappe: Der Sound... wir können etwas...
*Nikke sucht etwas auf seinem Telefon*
Der Sound wird natürlicher sein. Wir haben das Jahr 2008. Wir gehen ins Studio... wenn die Bands ins Studio gehen, ist die Hauptsache immer, den Sound der Musik so gut wie alle anderen auch hinzubekommen. Die Leute haben keine Courage oder so etwas mehr. Denn wenn du eine Idee im Kopf hast und es hört sich schlecht an, was sie im Radio bringen, kannst du das nicht machen. Aber genau das ist nun unser Ziel. Den Sound einzufangen, den wir bei uns im Probenraum haben, bei uns im Keller. Den aufzunehmen, aber so dass sich die Musik immer noch nach 2008 anhört.
Nikke: Und das ist nicht so einfach, weil die meisten unserer Freunde... Ich mag Metal ziemlich gerne, sehr gerne, mehr als die anderen, aber unsere Freunde sind mehr "Nein, wie kannst du nur, die Gitarre ist zu sanft... es ist zu langsam und warum... nein" *beginnt etwas wie eine harte Gitarre zu imitieren* Das wollen wir nicht. Metallica haben das schon vor uns gemacht. Das hört sich gut an, das hört sich großartig an, aber das sind nicht wir. Wir wollen den Sound, den Lappe live spielt. Wir wollen diesen Sound, also wartet mal *damit kommen wir zurück zu dem Song auf Nikkes Telefon* Der Sound ist schlecht.

*eigentlich haben wir nicht wirklich etwas gehört*

Nikke: Das ist nicht die beste Qualität. Aber das war "Honey child" von einem echt schlechten Telefon. Ich habe Kopfhörer und du kannst dir den Song anhören *an Anna gewandt* Sie hat gerade nicht so viel zu tun.
finnbands: Aber ich will mir das Interview anhören.
Nikke: Du kannst es dir später anhören. Sie will unsere Songs nicht hören!
Lappe: Aber ich denke, wir wollen den wahren Geist des Rock'n'Roll einfangen. Du musst es dir anhören und nicht zu viel drüber nachdenken. Nicht ein Gitarrensolo beispielsweise fünf Tage machen. Wir machen es einfach und wenn es nicht wirklich richtig schlecht ist...
Nikke: Wenn du nicht richtig versagt hast...
Lappe: Ja, wenn du richtig versagt hast, dann machst du es noch mal und lässt es nicht so.
Nikke: Ja und so mache ich das mit dem Gesang auch. Ich meine ich war... Bis jetzt war ich sehr "Ne ne, wir können das nicht veröffentlichen... ich habe da dieses hohe Ding mit meiner Stimme gemacht... Ich kann das nicht, das hört sich dumm an!" Aber jetzt singe ich einen Song einfach und belasse es dabei.
Lappe: Weil...
Nikke: Ich will nicht. "Ne ne. Du musst das *macht eine hohe Stimme* 'haaaa'-ding wieder machen." "Okay ‚haaaa'" "Ja, nun ist es gut." Ne ne.
Lappe: Wir leben in einer Welt, in der der Sound der Demos nicht wiedergibt, wie gut die Bands sind. Es gibt hunderte Studios, viel Zeit, Mixing und so...
Nikke: Die Leute könnten es besser machen.
Lappe: Jedenfalls, es ist wie ein Traum, eine Platte zu machen. Nicht so schwach wie möglich, aber irgendwie sollte man sich auch nicht um jeden Fehler kümmern, der passiert. Wir machen sie einfach und versichern damit, dass die Songs voller Emotion und Gefühl sind. So wie wir es in Liveshows auch machen.
Nikke: Wie Deep Purple: die sind voller Fehler, aber genau die Fehler machen Deep Purple aus. Die machen sie gut, weil du es nicht als Fehler wahrnimmst. Es ist wie ein "Oh oh, ich mag das"-Ding und du glaubst nicht, dass es ein Fehler ist. Es ist einfach eine Sache, die sie machen. Sie denken wahrscheinlich "Oh Gott, was haben wir gemacht?"
Lappe: Klar arbeiten wir an einem Studioalbum, also lassen wir keine richtigen Fehler zu, hoffentlich. Aber wir versuchen das Gefühl zu bekommen und aus den Fehlern zu lernen.
Nikke: Wie war eigentlich die Frage?
finnbands: Eigentlich seid ihr schon einige Fragen weiter.
Lappe: Wir benutzen auch anderen Instrumente wie Tamburine, Orgel oder Mellotron. Die Idee hatten wir von unseren Idolen, wie den Beatles, Deep Purple, Led Zeppelin.

finnbands: Ich las irgendwo, das neue Album wird "At the End of the Rainbow" heißen, stimmt das?
Nikke: Ich glaube, das hast du falsch verstanden, das wird unsere erste Single.
(Anm.: Traue also nie dem Internet, denn da stand wirklich Album!)
finnbands: Ok, also die erste Single aus dem Album.
Nikke: Ja.
finnbands: Und was finden wir am Ende des Regenbogens?
Nikke: *lacht* Hmmm...*lacht* Ich hoffe, einen richtig guten Song! Ehm, also er wird "At the End of the Rainbow" heißen. Das ist der neueste Song auf dem Album? *fragt Lappe*
Lappe: Hmm, jap.
Nikke: Ja, ich hörte ihm zweimal, bevor ich zu den Aufnahmen ging und ich denke, es ist der beste Song auf dem Album.
Lappe: Yeah, er ist sehr gut.
Nikke: Was finden wir am Ende des Regenbogens? Ich weiß nicht!
Lappe: Einen Topf Gold.
Nikke: Einen Topf Gold. Oh ja. Es ist St. Paddy's Tag? *an Lappe* Ist das heute?
Lappe: Huh?
Nikke: St. Patrick's Tag?! Heute?
Lappe: Ich weiß nicht, ich bin kein Ire *lacht*
Nikke: Nun ja, ich bin nicht irisch. Ich weiß es nicht *lacht* Ist auch egal. *zu Lappe* Er ist immer hinter meinen Glücksbringern her.

finnbands: Werden wir euch diesen Sommer auf einigen Festival sehen?
Lappe: Wir werden im Sommer einige Konzerte spielen, aber nicht zu viele. Wir wollen das so und unser Management auch. Um die Spannung für das Album aufrecht zu halten. Und dann werden wir es sehr gut promoten.
Nikke: Dann werden wir rausgehen.
Lappe: Da sind einige Festivals im Sommer.
Nikke: Es ist nicht so leicht. Weißt du, einerseits machst du die Band und andererseits hast du noch deinen Bürojob. Du musst Prioritäten setzen.
Lappe: Stell dir vor, du wärst wie eine Puppe. Das wäre schlimm für uns, denn wir machen jetzt das Studio, nehmen die neuen Songs auf und dann musst du dich wieder umstellen auf die alten Songs bei den Konzerten, also deinen Kopf umstellen.
Nikke: Aber war das in Kantsu?
Lappe: Yeah in Kantsu...das weißt du ja auch.
finnbands: Ihr wart gut, aber das Publikum war ein bisschen lahm.
Lappe: Ich bin glücklich, dass wir...
finnbands: Also diese paar Mädchen, die vor der Bühne standen, waren gut. Aber all die anderen, die im Hintergrund saßen und gelangweilt ausschauten. Ich wunderte mich die ganze Zeit, was die da machten.
Nikke: Ich habe mir nur die Mädchen angesehen.
finnbands: "Wir sitzen hier nur und hören uns ein paar Bands an".
Lappe: Da waren echt viele, ich weiß nicht, aber da waren all diese Leute...
Nikke: Yeah, ich würde gerne...
Lappe: Diese Leute kommen nicht in Bars, um uns zu sehen. Ich denke, sie lasen den Artikel in der Zeitung und kamen dann vorbei.
Nikke: Ja, ich kritisiere nicht. Weißt du, wenn du dich hinsetzen willst, dann ist das ok. Ich mache das auch. Das bedeutet nicht, dass du die Band nicht magst. Hinsetzen und zuhören, wenn ich die Band mag. Wenn ich es nicht mag, dann gehe ich und kümmere mich nicht drum.
finnbands: *etwas auf Deutsch wird eingeworfen*
Nikke: Das war schwedisch!
finnbands: Was war schwedisch?
Nikke: *etwas auf Schwedisch*
finnbands: Nein, das war deutsch.
Nikke: *lacht*

finnbands: Wenn ihr die Zeit zurück drehen könntet, würdet ihr dann etwas ändern?
Nikke: *beginnt "If I can turn back time" von Cher zu singen*
finnbands: ... in Bezug auf eure Karriere oder die Entscheidungen, die ihr getroffen habt?
Nikke: Ehm, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, was würde ich ändern? Egal was?
finnbands: Ja, aber besonders auf eure Karriere als Musiker bezogen.
Nikke: Nein. Das ist vielleicht die Antwort, die ihr immer auf diese Frage bekommt, aber nein, das würde ich nicht. All die Fehler, all die verrückten Sachen, die passiert sind, aus irgendeinem Grund würde ich das nicht ändern. Das macht mich stärker und ich wäre nicht die Person, die ich heute bin, wenn es anders gewesen wäre. Wie ist es mit dir, Lappe?
Lappe: Wir haben die Band mit 14 / 15 gegründet. Als ich das erste Mal eine Gitarre in der Hand hatte und wir das erste Mal mit der Band probten, dachte ich, dass es vielleicht zwei oder drei Jahre dauern würde, bis wir an der Spitze angekommen wären. In den Topbands der Welt. *lacht* Wenn mir einer erzählt hätte, dass es zehn Jahre dauert *lacht*
Nikke: ...mehr als zehn Jahre!
Lappe: Über zehn Jahre. Ich hätte wohl meine Gitarre an den Nagel gehängt und mich von ihr verabschiedet. Hätte irgendwas mit Computer studiert, aber unglücklicherweise war da niemand, der mir die Realität aufgezeigt hat, denn... Ich bin immer noch hier. Und ich bin glücklich darüber. Ich hatte diese großartigen... Wie soll ich das sagen? Ich hatte diese tollen Jahre mit den Jungs.
Nikke: Und du bist immer noch auf einer Wolke.
Lappe: Nee, ich bin immer noch auf einer Wolke. Beispielsweise ist es egal, wie hart du gearbeitet hast. Wenn du auf die Bühne kommst wie in Rumänien, 5.000 Leute schrieen, dann denkst du an deine ersten Übungsstunden mit deiner billigen Gitarre... Jedes Jahr ist es wert gewesen. Das ist also eine gute Frage. Ich würde NICHTS ändern! *lacht*
Nikke: DIE ANTWORT!
finnbands: Nein. Also können wir jetzt das ganze Interview zusammen schneiden?
Lappe: Emotionale Dinge waren in meinem Kopf.
Nikke: Wir waren sehr emotional.

finnbands: Ok. Die letzte Frage: Wie sieht die Zukunft von Carmen Gray aus?
Nikke: Von meinem Standpunkt aus?
finnbands: Ja.
Nikke: In der Realität oder in meinem Kopf? *lacht*
finnbands: Was du willst, was immer du willst.
Nikke: Selbstverständlich wollen wir das Beste für die Band und nicht nur für mich selbst, auch für die Jungs und jeden in dem Projekt. Ich weiß auch nicht, ich hoffe, die Leute werden ENDLICH kapieren, dass Carmen Gray eine... verdammt gute Band ist. Wenn du mal drüber nachdenkst. *lacht* Und als Musiker... Ich denke das ist die Wahrheit über jeden Musiker. Jeder Musiker muss denken, wenn sie einen Song spielen, und sehr aufgeregt deswegen sind und dann Antworten bekommen wie "Ja, das ist ok!" und du denkst "DAS IST VERDAMMT GROßARTIG, VERDAMMT GROßARTIG!" und dann sagt er "Hm, das ist ok." Das macht dich echt verrückt. Ich denke, ich hoffe, dass die Leute erkennen werden, wie gut wir sind und wir müssen auf diesem Album festhalten, was wir sind. Ich verstehe, wenn die Leute aus welchen Gründen auch immer unser erstes Album nicht mögen, denn es ist eher hier *zeigt auf den Boden*, aber dies ist mehr wie offene Arme...
Wie war die Frage noch mal?
finnbands: Die Zukunft von Carmen Gray.
Nikke: Oh ja. Ich hoffe, die Single wird ein Erfolg werden, ich hoffe, die verdammten Radiostationen werden ihre Sache getan bekommen und unsere Songs spielen und ich weiß nicht, wen ich dafür ficken muss. Aber ich hoffe, dass sie es auch tun, ohne dass ich das muss. Yeah, und dass das Album ein Erfolg wird. Die Zukunft sieht sehr sehr gut aus - zumindest in meinem Kopf.
Lappe: Ja, es ist dieser Tage echt gut, Musik zu machen. Es gibt so viele tolle Bands in Finnland. Es ist wie eine Gemeinschaft, die zusammen die Weltherrschaft an sich reißen will. Finnische Bands. Großen Respekt an euch.
Nikke: Ja, das ist wahr. Wir regieren die Welt. *lacht* Nein, ernsthaft. Viele, viele, viele Bands. Ich meine finnbands. Ihr mögt finnischen .... Rock. Darum seid ihr hier. Nennt einige Bands aus Finnland!
finnbands: Eine, zwei….?
Nikke: Zehn!
finnbands: Von 300? Wir haben 307 Bands auf der Seite in diesem Moment!
Nikke: Oh...okay, okay...hooops. Habt ihr auch Bands aus Deutschland?
finnbands: Auf der Seite?
Nikke: Nein, nicht auf der Seite.
finnbands: Ja klar gibt es Bands auch in Deutschland. Aber die meisten bekannteren sind so wie Tokio Hotel. Kennt ihr Tokio Hotel?
Nikke: Yeah, Tokio Hotel. Die sind echt beliebt derzeit.
Lappe: Sie müssen eine gute Band sein. Eine Sache habe ich im Laufe der Jahre gelernt. Ich sage keine schlechten Sachen über andere Bands, denn es gibt eine Wahrheit: Wenn einer es schafft, die Helsinki Arena komplett zu füllen, dann muss die Band, er oder sie etwas richtig gemacht haben. Und es kommt nicht darauf an...
finnbands: Ja, es ist immer eine Frage des Geschmacks.
Nikke: Es gibt immer Leute, die dich nieder machen wollen, wenn du groß bist und...
Lappe: Jeder arbeitet hart, das ist klar. Auch die auf den großen Bühnen...


Leider versagte hier die Batterie des Rekorders. Lappe hatte noch einige gute Gedankengänge zu diesem Thema, aber das eigentliche Interview war schon vorüber.
Niina hatte das Glück, sich "At the End of the Rainbow" anhören zu dürfen, die nächste Carmen Gray Single - im Sommer 2008 bei dem Plattenhändler eures Vertrauens erhältlich. Als Kommentar dazu, gehört von Nikkes Telefon, zwar mit Kopfhörern, aber Musik im Hintergrund aus der Bar und vier sich unterhaltenden und lachenden Personen herum, muss ich zugeben, von den Lyrics nicht viel mitbekommen zu haben. Aber die Melodie ist immer noch in meinem Kopf und ich liebe den Song jetzt schon!



carmengray.net



Helsinki, 15. März 2008
Niina, anna & Sabrina © finnbands.com

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