Flinch - Irrallaan
Hype Records
9. April 2008
1. Suru Kasvoilla
2. 1986
3. Taivas Tähtiverhoineen
4. Huutaen
5. Ansa
6. Elämäänsä Eksynyt
7. Irrallaan
8. Lähtösi Jälkeen
9. Tulva
10. Mee Pois
Um in diese Review einzuführen, könnte ich jetzt einige Klischees verbreiten, oder aber einfach darauf hinweisen, dass sich hier eine eigenständige Band zusammen gefunden hat, die eindeutig Spaß am gemeinsamen Spiel hat und in der alle Mitglieder gereift sind, um professionell Musik zu machen.
Wenn ich an das Flinch Debütalbum "Kuvastin" von 2006 zurück denke, fällt mir spontan der schwache Sound und die ebenso schwache Stimme ein.
"Irrallaan" zeigt nun von Anfang an, dass wir es hier mit einer anderen Band zu tun haben, was auch in Persona rund um Sänger Ville der Fall ist. Auch wenn die Lyrics dem durchschnittlichen Deutschen Hörer unverständlich bleiben - sind doch die meisten hier nicht des Finnischen mächtig und nicht jeder geht gleich auf der Suche nach Übersetzungen ins Internet - überzeugt "Irrallaan" durch eine kräftige Stimme und eingängige Melodien mit großartigen Gitarrenriffs und tollen Schlagzeugparts. Ab und an sticht auch mal ein Piano ins Ohr.
Mit "Suru Kasvoilla" und "1986" verbreiten Flinch durch ein gewisses Livefeeling gute Laune, denn die Jungs rocken kräftig los.
Besonders die bereits Anfang Januar veröffentlichte Single "Taivas Tähtiverhoineen" sollte dem eingefleischten Finnrock Hörer bereits bekannt sein und auch zum Mitsingen verleiten. Hier wird die Stimmung etwas ruhiger und scheinbar nachdenklicher. Mit "Huutaen" bleibt es rockig, aber es beginnt etwas eintönig zu werden, so dass die Aufmerksamkeit des Hörers zu schwinden droht. Diese wird aber durch einen instrumentalen Spannungsbogen in "Ansa" wieder gefordert.
"Elämäänsä Eksynyt" ist gesamt orchestral unterlegt und anfangs stechen besonders die Pauken hervor. Das ruhigere Stück endet schließlich instrumental mit nun einigen deutlichen Streichern, wodurch dieser Song etwas ganz Besonderes auf dem Album darstellt.
"Tulva" hingegen versprüht mit seinen Percussions einen Hauch von Karibik.
Flinch vermischen auf ihrem zweiten Studioablum diverse, unter anderem auch internationale Einflüsse und dass klassische Instrumente Einzug in die Welt des Rock halten, ist zwar keine neue Erfindung, aber hier hervorhangend umgesetzt.
Vielleicht liegt es an der mir leider noch immer unverständlichen Sprache, vielleicht sind einige Teile aber doch weniger Abwechslungsreich, dass ich dem Album nicht gebannt von der ersten bis zur letzten Sekunde lausche. Dennoch gefällt mir besonders der Anfang und wenn ich es schaffen werde, die Aufmerksamkeit bis zum Ende zu erhalten, werde ich auch dort noch gute Tricks und Kniffe erkennen.
Flinch
3. April 2008
Niina © finnbands.com