Children of Bodom - Blooddrunk
09. April 2008
Spinefarm Records
1. Hellhounds on my Trail
2. Blooddrunk
3. Lobodomy
4. One day you will cry
5. Smile pretty for the devil
6. Tie my Rope
7. Done with everything, die for nothing
8. Banned from heaven
9. Roadkill Morning
Schon seit einiger Zeit wurde der neunte Langspieler von Children of Bodom angekündigt und zwar mit der Ansage alles bisher Gehörte verblassen zu lassen und noch härter, noch besser, noch lauter zu sein.
Einer Weiterentwicklung sah ich eher skeptisch entgegen, Bodom sind so groß, dass ich nicht sicher war, wie viel besser man noch werden kann.
Gespannt schob ich also die Scheibe in den CD-Player und was mir ab der ersten Sekunde um die Ohren flog, überzeugte mich sofort: dieses Album hält, was es verspricht. Die ersten Gitarrenriffs fetzten sich nur so durch meine Gehörgänge und ließen mich staunen, klangen sie doch noch ausgereifter als auf dem Vorgänger.
Mit "Hellhounds on my Trail" ist für einen Album Opener auf jeden Fall eine perfekte Wahl getroffen worden.
Mit gewohnt gewaltigen Riffs und Keyboard-Soli spielt man sich weiter nach vorne und landet nach dem sehr bombastisch-melodiösen "Blooddrunk" und dem etwas ungewohnt klingenden, jedoch mit den bekannten Shout Backing Vocals versehenen "Lobodomy" bei Track Nr.4 "One Day you will cry", der für mich definitiv das absolute Highlight dieses Albums darstellt und mich am wenigsten an schon bekannte Bodom Songs erinnert. In diesen Song wurden sehr interessante, elektronische Elemente eingebaut, die diesen zu etwas ganz Besonderem werden lassen, wodurch er dem Zuhörer noch eine Weile im Gedächtnis bleibt.
Das bereits im Dezember ausgekoppelte "Tie my Rope" für Bam Margera's "Viva la Hits" versprach noch nicht all zu viel, ließ aber auf Songs in alter Bodom Manier hoffen und reiht sich perfekt in dieses Album ein.
Mit "Banned from Heaven" wurde ein weiterer Song vor Erscheinen des Albums präsentiert und klingt doch im Gegensatz zu anderen Bodom Songs wieder etwas ruhiger und nicht so bombastisch wie vorangekündigt. Und auch das Video dazu ist eher etwas ungewohnt ruhig.
Mit fortschreitenden Tracks fühle ich mich dennoch immer mehr an Bodoms Vorgänger erinnert und bin etwas enttäuscht, dass Blooddrunk zum Ende hin etwas schwächelt.
Dennoch muss ich sagen, es ist nicht ganz das, was ich erwartet habe. Die Band ist ihrem Stil treu geblieben und hat ihn in einigen Songs hörbar weiter entwickelt. Auch dass dieses Album härter ist, können meine durchgeschüttelten Gehörgänge nur bestätigen. Es knallt ab der ersten Sekunde.
Ein weiterer Schritt nach vorne ist getan, ein solider Nachfolger für "Are you dead yet" wurde produziert und wird seinen wohlverdienten Platz in den Regalen der Bodom Fans finden.
Children of Bodom
17. April 2008
Lilianna © finnbands.com